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Märkte | 11.01.2017

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

Transaktionen bei Handelsimmobilien weiter auf hohem Niveau

Bild: cvs
Das Karstadthaus am Münchner Hauptbahnhof war eine der großen Einzeltransaktionen des Jahres 2016.

Bild: cvs

Das vierte Quartal sorgte dafür, dass die Transaktionstätigkeit bei Einzelhandelsimmobilien 2016 deutlich über dem Zehnjahresschnittt lag. Ihr außergewöhnlich starkes Vorjahresvolumen an Investitionen konnte die Assetklasse dennoch nicht erreichen. Der Ausblick fürs laufende Jahr ist positiv, aber nicht euphorisch.

Das Gesamtvolumen der 2016 in Deutschland umgeschlagenen Einzelhandelsimmobilien ermittelten die Immobiliendienstleister BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), CBRE, JLL und Savills jeweils mit knapp 13 Mrd. Euro, wobei etwa 4,5 Mrd. Euro auf Portfoliotransaktionen entfielen. Colliers errechnete wegen einer anderen Abgrenzung bei den Einzeldeals nur ein Gesamtvolumen von 9,3 Mrd. Euro, stimmt aber in den wesentlichen qualitativen Aussagen mit den anderen Häusern überein.

Rekordjahr 2015 nicht übertroffen

Das Transaktionsvolumen lag zwar auch 2016 deutlich über dem Zehnjahresschnitt, sank aber gegenüber dem Rekordjahr 2015 deutlich. Während JLL einen Rückgang von 27% ermittelte, errechnete CBRE ein Minus von 30% und Savills von 38%. Der Marktanteil des Einzelhandelssegments am gesamten Immobilientransaktionsmarkt hat sich dadurch gegenüber 2015 leicht verringert (laut Colliers auf 18%, laut BNPPRE auf 24,6%).

Innerhalb des Einzelhandelssegments selbst ging zudem der Anteil der Top-Sieben-Standorte weiter zurück. Die Immobiliendienstleister weisen in ihren Jahresanalysen auf den Mangel an großvolumigen Core-Produkten besonders in den Metropolen hin, der die Investoren verstärkt dazu zwingt, auf mittlere Städte auszuweichen.

Fachmärkte bleiben gefragt

Frei stehende Fachmärkte und Fachmarktzentren sind wegen ihrer vergleichsweise guten Spitzenrenditen von 5,75% bzw. 5% (CBRE) weiter stark nachgefragt. Insgesamt haben die Spitzenrenditen im Handelssegment 2016 jedoch nachgegeben. Erstklassige Regionalzentren erreichen 4,60% Rendite (CBRE), Einkaufszentren bis zu 4% (CBRE) und innerstädtische Geschäftshäuser 3,51% (JLL).

Der Ausblick auf 2017 ist positiv verhalten. CBRE rechnet mit einem Transaktionsvolumen auf ähnlichem Niveau wie 2016 und legt dabei den grundsätzlichen langjährigen Wachstumstrend der Vorjahre zugrunde. Savills erwartet wegen der bestehenden Angebotsknappheit jedoch nicht, dass das 2016 erreichte Volumen überschritten wird. Trotz des prägenden Nachfrageüberhangs seien Großdeals dennoch auch im Einzelhandelssegment 2017 wieder denkbar, betonen die Analysten von Colliers.

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