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Märkte | 11.01.2017

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Deutsche Büroimmobilien wieder sehr gefragt

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Auch ganz normale Bürohäuser finden wieder Interessenten, Hauptsache, sie befinden sich in einer Großstadt wie Frankfurt.

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Sven Stricker, Investmentchef bei BNP Paribas RE (BNPPRE), rechnet für den Handel mit deutschen Büros in den ersten drei Monaten 2017 jetzt schon mit "einem der besten ersten Quartale der letzten zehn Jahre". Die Investoren würden dieses Jahr wohl nochmals etwas höhere Preise zahlen - da sind sich die Makler recht einig.

Als das "wahrscheinlichste Szenario" für das Gesamtjahr 2017 sieht Stricker einen Umsatz von gut 23 Mrd. Euro - also genausoviel, wie bundesweit schon 2016 mit der Asset-Klasse Büro gedreht wurde. Bei CBRE traut man sich nicht an konkrete Zahlen, rechnet aber mit einem "stark steigenden Zustrom ausländischen Kapitals" und einer anhaltenden Fokussierung der Investoren auf die Top-Zentren Berlin, München, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf, wo bereits 2016 etwa drei Viertel des Umsatzes getätigt wurde. Dort werde aber die Risikobereitschaft zunehmen und mehr Geld für "managementintensivere" Objekte sowie Projektentwicklungen freigegeben, meint CBRE-Investmentchef Fabian Klein.

Ein wichtiger Grund für die starke Nachfrage nach Büros ist die zuletzt sehr gute Entwicklung bei den Vermietungen. Die Makler bilanzierten zwar sehr unterschiedliche Zahlen auf der Basis unterschiedlicher Städtegruppen, sind sich aber im Grundsatz einig: 2016 war ein historisch gutes Jahr für den Bürovermietungsmarkt. Steigende Beschäftigtenzahlen im Dienstleistungssektor, die stabile Konjunktur und der weiterhin überschaubare Neubau verbesserten die Nettoabsorption und bescherten allen Großstädten steigende Mieten.

Berlin teurer als London

Das hat sich auch auf die Preisniveaus niedergeschlagen. Bei den Nettoanfangsrenditen wurden neue Tiefststände gerissen. Für das letzte Quartal 2016 bilanziert Stricker sowohl für Berlin als auch für München eine Spitzenrendite von 3,3%. CBRE sieht für Büros in München sogar die 3,2% erreicht. Das sind nicht nur im historischen Vergleich Extremwerte, auch im internatonalen: "Top-Büros sind in Berlin mit 3,3% mittlerweile teurer als in der Londoner Bestlage West End, wo die Spitzenrendite bei 3,5% liegt", beobachtet Hela Hinrichs, Europa-Researcherin bei JLL. "Das hat es vorher noch nie gegeben."

Den Investoren, die von solchen extremen Niedrigrenditen noch zurückschrecken, reichen die Makler als Beruhigungspille die Aussicht auf weiter steigende Spitzen- und Durchschnittsmieten. JLL rechnet für 2017 in der Spitze mit einem Plus von 3%, bei den Durchschnittsmieten könnte sogar mehr drin sein. In Sachen Vermietungsumsatz gehen die Prognosen auseinander. Während CBRE lediglich mit Zahlen auf Höhe des "langfristigen Niveaus" rechnet, freut sich BNPPRE auf ein weiteres "deutlich überdurchschnittliches" Bürovermietungsjahr.

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