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Märkte | 11.01.2017

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin mit München teuerster Investmentstandort Deutschlands

Office for Metropolitan Architecture
Noch wird geprüft, ob dieser geplante Neubau des Axel-Springer-Verlags plus angrenzendes Geschäftshaus 2017 verkauft werden sollen. Verlangen will der Medienriese 500 Mio. Euro.

Office for Metropolitan Architecture

Lange Jahre galten Häuser und Grundstücke in der deutschen Hauptstadt als billig. Vorbei ist diese Zeit. Gemeinsam mit der bayerischen Landeshauptstadt ist Berlin 2016 zum teuersten Investmentstandort Deutschlands geworden.

2016 wechselten Immobilien für 5,4 Mrd. Euro in der deutschen Hauptstadt den Besitzer. 2015 gingen noch Häuser für gut 8 Mrd. Euro über die Tische.

Schuld am Umsatzeinbruch sei nicht ein mangelndes Interesse an Berlin, erklärt Jan Dohrwardt, Geschäftsführer von BNP Paribas Real Estate die Zahlen seines Investmentmarktreports 2017, der Mitte Februar veröffentlicht wird. Oder dass Berlin zu teuer ist. "Vielmehr ist die Angebotsseite - insbesondere im großvolumigen Core-Segment - so begrenzt, dass die außerordentlich hohe Nachfrage bei weitem nicht bedient werden kann." Dies schlage sich auch im bundesweiten Ranking der großen Investmentstandorte nieder: Während die Hauptstadt im Vorjahr noch mit Abstand die Nummer eins war, hat sie im aktuellen Jahr nicht nur die Führungsposition an Frankfurt abgegeben, sondern auch noch München den Vortritt lassen müssen.

Gleichauf mit München

Gleichauf mit der bayerischen Landeshauptstadt liegt dagegen Berlin mittlerweile bei den Preisen. Die Nettoanfangsrendite für Büros legte im Jahresverlauf einen wahren Sinkflug hin und landet zum Jahresende bei 3,3%. Das sind ganze 70 Basispunkte unter dem Vorjahresniveau. Als Folge der hohen Nachfrage bei unzureichendem Angebot ist das einst als so günstig geltende Berlin gemeinsam mit München zum teuersten Investmentstandort Deutschlands geworden. Geschäftshäuser in den besten Lagen erzielen ebenfalls gerade noch eine Nettospitzenrendite von 3,3%. Das sind 35 Basispunkte weniger. Allein Lager und Hallen sind mit einer Rendite von 5,2% trotz des Rückgangs um 20 Basispunkte im bundesweiten Vergleich der großen Standorte noch recht günstig.

Für das laufende Jahr mag Dohrwardt - ungeachtet der Attraktivität, die Investoren der Stadt bescheinigen - nicht mehr versprechen, als dass der langjährige Fünfjahresdurchschnitt von gut 5 Mrd. Euro Investmentumsatz übertroffen wird.

Mühsames Geschäft

2016 mussten sich Makler mit kleinteiligem Geschäft abmühen. 2015 war - unterstützt durch den Verkauf des Potsdamer-Platz-Ensembles, bei dem 1,3 Mrd. Euro flossen - ein Durchschnittsdeal 40 Mio. Euro schwer. 2016 waren es nur 29 Mio. Euro. Geschäfte jenseits von 100 Mio. Euro wurden 2016 nur halb so viele getätigt wie 2015. Das bestätige die angespannte Angebotssituation, heißt es in dem Zahlenwerk. Deutlich mehr investiert (+44%) wurde dagegen in Liegenschaften, die zwischen 10 und 25 Mio. Euro kosteten. Hauptkäufer und Verkäufer waren Fonds. Dabei handelte es sich weniger um einzelne Verkäufe, sondern zum Großteil um Berliner Objekte, die innerhalb umfangreicher Portfoliotransaktionen den Eigentümer wechselten, erläutert Dohrwardt.

Büros waren mit einem Anteil von 44% des Handelsvolumens die Lieblinge der Geschäftsleute. Dennoch wurden nur noch halb so viele Kontore gehandelt wie 2015. Grund, sagt Dohrwardt, sei das fehlende Angebot. Gleiches gilt für Einzelhandelsimmobilien. Hier beträgt der Rückgang rund ein Drittel. Ein wenig mehr ge- und verkauft wurden allerdings Hotels und Logistikimmobilien.

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