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Märkte | 10.01.2017

Von Bernhard Bomke

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Schwäbisch Hall
  • Organisationen:
    Bundesregierung Deutschland, Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Zentralverband des deutschen Handwerks, Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk
  • Personen:
    Ralph Henger

IW Köln: Mehr Gebäudesanierung mit weniger Förderprogrammen

Bild: WestPic/Fotolia.com
Geht es nach dem IW Köln, werden demnächst wieder deutlich mehr Gebäude in Deutschland energetisch saniert.

Bild: WestPic/Fotolia.com

Weil es bei der energetischen Sanierung von Gebäuden in Deutschland zu langsam vorangeht, plädiert das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) dafür, die Zahl der bundesweit 3.350 Förderprogramme stark zu reduzieren.

Es sei sinnvoller, diverse Programme zu bündeln und so die Zahl der Fördermöglichkeiten überschaubarer zu machen. Das könne dazu beitragen, dass Hauseigentümer leichter davon erfahren, welche Unterstützung sie erhalten können. In der Folge rechnen sich die Kölner Forscher Chancen aus, mehr energetische Gebäudesanierungen anzustoßen. So könnten die Energiewende vorangebracht und die Klimaschutzziele der Bundesregierung (weitgehende Klimaneutralität des Gebäudebestands bis 2050) besser erreicht werden.

Auslöser der Forderungen ist ein Gutachten des IW, das in Zusammenarbeit mit der Schwäbisch-Hall-Stiftung, dem Zentralverband des deutschen Handwerks und dem Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk entstanden ist. Danach sind die Investitionen in energetische Sanierungen in den vergangenen Jahren nicht nur nicht mehr geworden, wie mancher vermuten würde, sondern sogar zurückgegangen.

Als einen der Gründe für diese Tendenz vermutet das IW die Unübersichtlichkeit der Förderprogramme. Neben der KfW-Bankengruppe und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gibt es eine Fülle von Förderinstrumenten von Bundesländern, Kommunen und Energieversorgern. Das mache es für Eigentümer unnötig kompliziert, meint IW-Immobilienexperte Ralph Henger. "Die vielen Angebote kommen am Markt schlicht nicht an", sagt er.

Bundesweite Plattform für Förderprogramme von Kommunen und Energieversorgern

Die Autoren des Gutachtens empfehlen aus diesem Grund, die Programme von KfW, Bafa und Ländern zusammenzuführen. Nur die Kommunen und Energieversorger sollten noch ergänzende Förderungen anbieten dürfen. Diese Angebote würden idealerweise auf einer bundesweiten Plattform gebündelt. Das solle dazu beitragen, "die Förderprogramme in die Breite zu tragen". Dies gelinge nur, "wenn wir sowohl die Banken als auch die Handwerker vor Ort besser einbinden".

Zu guter Letzt raten die Gutachtenschreiber dazu, die energetische Gebäudesanierung mit steuerlichen Anreizen voranzutreiben. Dabei solle die Förderung ganz unabhängig von den verwendeten Technologien ausschließlich auf die Reduzierung von Treibhausgasen ausgerichtet werden.

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