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Märkte | 05.01.2017

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    CBRE Group
  • Personen:
    Jan Linsin, Kai F. Oulds
  • Immobilienart:
    Logistik

Mit Logistik von Rekord zu Rekord

Nicht schön, für Investoren aber sexy: Logistikimmobilien. Bild: H.D.Volz/<a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a>
Nicht schön, für Investoren aber sexy: Logistikimmobilien.

Bild: H.D.Volz/pixelio.de

Es ist der sechste Rekord in Folge: Lager- und Logistikimmobilien im Wert von 4,5 Mrd. Euro haben in den vergangenen zwölf Monaten den Besitzer gewechselt. Damit wurde das schon gute Transaktionsergebnis aus dem Jahr 2015 noch mal um 14% übertroffen. Und in dem Tempo könnte es weitergehen, meinen die Experten des Maklerhauses CBRE.

Schon seit einigen Jahren steigt die Beliebtheit von Logistikimmobilien bei den Investoren stetig. Denn zum einen sind Produkte in anderen Assetklassen noch knapper, zum anderen sind die Renditen bei Verteilzentren und Lagerhallen noch recht attraktiv. Doch die Schere etwa im Vergleich zu Büroimmobilien beginnt sich langsam, aber sicher zu schließen. An den besten Logistikstandorten gibt es kaum noch was zu kaufen, und so müssen die Akteure ausweichen. "Die mangelnde Verfügbarkeit der Core-Produkte in den etablierten Märkten wird den Fokus der Investoren auf Standorte außerhalb der Top 5 lenken", sagt Kai Oulds, Head of Logistics Investment bei CBRE in Deutschland.

Auch die Gewinne fallen schmaler aus. So sind die Spitzenrenditen für Logistikimmobilien 2016 erstmals unter 5% gerutscht. Laut CBRE sorgt der steigende Druck auf die Nettoanfangsrenditen für Premiumobjekte in den etablierten Top-Märkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München für eine weitere Renditekompression von zehn Basispunkten auf jetzt 4,90%. Im Vergleich zu den traditionellen Immobilienanlageklassen Büro und Einzelhandel sowie festverzinslichen Wertpapieren blieben Investitionen in Logistikimmobilien aufgrund des Renditespreads von bis zu 170 Basispunkten aber weiterhin äußerst interessant, meint Chefresearcher Jan Linsin.

Vor allem Versicherungen und Fondsmanager kaufen in Deutschland ein

"Wir beobachten über alle Investorengruppen hinweg ein gestiegenes Interesse an langfristig vermieteten Objekten am deutschen Lager- und Logistikimmobilienmarkt, das auf einen Mangel an ausreichenden Core-Produkten stößt", erläutert Oulds. Objekte mit kürzeren Mietvertragslaufzeiten und außerhalb der Topstandorte stellten deshalb schon längst kein Investitionshindernis mehr dar. Besonders dynamisch zeigte sich das Marktgeschehen hinsichtlich der Transaktionsform. Während sich der Handel mit Einzelobjekten mit einem Umsatz von 2,4 Mrd. Euro nur marginal über dem Vorjahresniveau bewegt, konnten beim Handel mit Paketkäufen gegenüber dem Vorjahreswert rund 444 Mio. Euro mehr Umsatz registriert werden. Insgesamt waren Paketkäufe mit 2,1 Mrd. Euro für 47% des Transaktionsvolumens verantwortlich.

Sieben der zehn größten Pakettransaktionen wurden durch ausländische Akteure getätigt. So erwarb unter anderem Singapurs Staatsfonds GIC im Rahmen der 2,4 Mrd. Euro schweren Unternehmensübernahme von P3 Logistic Parks von TPG Real Estate und Partner Ivanhoé Cambridge auch sämtliche Logistikimmobilien in Deutschland. Neben Versicherungen und Pensionskassen kauften vor allem kapitalstarke Asset- und Fondsmanager in Deutschland ein. "Dies unterstreicht die Ausweitung des Anlagespektrums auf die alternative Assetklasse Logistik auf Seiten der traditionellen Core-Investoren, deren Immobilienportfolios sich bis dato überwiegend aus Büroimmobilien und Geschäftshäusern in den Investmentzentren zusammensetzten", folgert Linsin.

Die Nachfrage nach deutschen Logistikimmobilien werde sich sowohl bei den in- als auch ausländischen Akteuren im kommenden Jahr weiter hoch bleiben. Oulds erwartet, dass sich die Erfolgsstory auch im kommenden Jahr fortsetzen wird, sodass ein Transaktionsvolumen realistisch erscheint, das an die aktuelle dynamische Entwicklung anknüpft.

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