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Transaktionen | 04.01.2017

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin: Statt Jobcenter Firmenzentrale der Volksbank

SSN-Group
Sieben Gebäude für Büros, Wohnungen und Geschäfte entstehen an der Bundesallee. Vorher stand hier ein Jobcenter. Das wurde abgerissen.

SSN-Group

Schandfleck weicht Neubau – so lässt sich der 100 Mio. Euro teure Ersatz eines Anfang vergangenen Jahres abgerissenen Jobcenters zum „zeitlos, modernen" Quartier Bundesallee beschreiben. Zwei der sieben im Bau befindlichen Gebäude hat sich jetzt die Berliner Volksbank gekauft, um hier ihre Firmenzentrale einzurichten.

Bauherr des Quartiers an der Bundesallee Ecke Nachodstraße im Berliner Stadtteil Wilmersdorf ist der Immobilienentwickler SSN Group aus Zug in der Schweiz. Insgesamt wird an der vielbefahrenen Bundesallee auf einem 7.500 qm großen Grundstück ein Quartier mit Wohnungen und Büros mit zusammen 28.600 qm Nutzfläche errichtet. Davon entfallen etwa 7.200 qm auf 75 Wohnungen und rund 21.400 qm auf Büros. 15.140 qm davon wird in Zukunft die Berliner Volksbank für ihre Zentrale nutzen. 117 Tiefgaragenparkplätze runden die Entwicklung in der Berliner City West ab.

Bauherren und Politik sind zufreiden

Gericke
Mit den Tiefbauarbeiten für das Quartier wurde begonnen. Ende 2019 sollen die sieben Gebäude fertig sein.

Gericke

„Mit dem Neubau rücken wir ein ganzes Stadtquartier wieder an die Bundesallee heran. Eine Lücke im Straßenbild wird geschlossen", lobt der Investmentchef der SSN-Group, Holger Hagge, sein Engagement. Doch nicht nur der Bauherr ist mit sich zufrieden. „Der geplante Neubau wertet das gesamte Viertel auf. Die alten Straßenräume werden weitgehend wiederhergestellt", freut sich der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann. „Mit dem Projekt wird ein Stück Stadtreparatur geleistet."

Auf Bitte des Bezirksamtes hat die Gruppe ein Gutachterverfahren durchgeführt und zusammen mit den Fraktionen über den Entwurf entschieden. Das ausgewählte Konzept wurde dem Bebauungsplanverfahren zugrunde gelegt. Gebaut wird nach dem Entwurf der Berliner Architekten KSV Krüger Schuberth Vandreike. „Zeitlos, modern", nennen die Eidgenossen den in der deutschen Hauptstadt gewählten Baustil. Vorgesehen ist mit drei einzelnen Häusern einen neuen, runden Blockrand einmal ums Eck zu bilden. Im Sockelgeschoss der drei bis zehngeschossigen Bauten sollen Geschäfte und Gastronomie Platz finden. Im etwas ruhigeren Innenbereich haben die Architekten vier Wohnhäuser eingezeichnet.

Jobcenter zog 2013 aus

Das in den 1970er Jahren errichtete Jobcenter, ein blau-roter mächtiger Betonklotz, wurde bis 2013 genutzt. Nach dessen Abriss haben die Eidgenossen jetzt mit den Tiefbauten begonnen. Fertig werden soll das Quartier 2019. Dann soll auch die Berliner Volksbank die neuen Räumlichkeiten beziehen. Die hatte ihr zentrales Domizil in der Budapester Straße unweit des durch den Terroranschlag Ende des Jahres zu trauriger Berühmtheit gelangten Breitscheidplatzes vor zwei Jahren verkauft und war an die Peripherie gezogen. Für SSN-Chef Michael Tockweiler soll das Quartier an der Bundesallee aber erst der Auftakt sein. „Dieses Projekt wird Auftakt für weitere Projekte in der deutschen Hauptstadt sein. Berlin steht bei uns verstärkt im Fokus."

Nachtrag: Nach Informationen der Immobilien Zeitung wurde die Volksbank bei der Transaktion von Raue LLP sowie Weiss & Cie. beraten. Hogan Lovells International LLP beriet die SSN Group.

Transaktion: Berlin, Bundesallee 203-206

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