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Steuern | 23.12.2016

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Cushman & Wakefield
  • Organisationen:
    CDU, Bundesministerium der Finanzen
  • Personen:
    Thomas Schäfer
  • Immobilienart:
    Wohnen

Einnahmen aus Grunderwerbsteuer steigen um mehr als 10%

Bei Hochhausverkäufen in Frankfurt fällt viel Grunderwerbsteuer an. Gerne werden dort Share Deals gemacht.   Bild: pixabay
Bei Hochhausverkäufen in Frankfurt fällt viel Grunderwerbsteuer an. Gerne werden dort Share Deals gemacht.

Bild: pixabay

Das Bundesfinanzministerium geht von einem satten Zugewinn für die Länder bei den Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer aus. Laut Monatsbericht Dezember werden die Einnahmen 2016 im Vergleich zum Vorjahr auf 12,395 Mrd. Euro ansteigen. Das wäre ein Plus von 10,2%. Die Steuer ist derzeit Gegenstand einer großen wohnungs- und finanzpolitischen Debatte.

Die CDU möchte laut der Beschlüsse vom Essener Parteitag von Anfang Dezember den Erwerb von Wohneigentum für Familien erleichtern und deshalb für diese einen Freibetrag auf die Steuer einführen, der sich am durchschnittlichen Wert eines Einfamilienhauses orientiert. Zur Gegenfinanzierung wird geprüft, inwieweit Share Deals eingedämmt werden können. Bei Share Deals werden Immobilien in eine Objektgesellschaft gepackt und Anteile an dieser Gesellschaft verkauft. Werden nicht mehr als 94,9% der Anteile übertragen, fällt keine Grunderwerbsteuer an.

Anzahl der Share Deals wächst

Als Vorreiter beim Kampf gegen Share Deals sieht sich der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU). Er schätzt, dass dem Fiskus durch diese Deals bundesweit bis zu 1 Mrd. Euro im Jahr verloren geht. Nach Schätzungen des Maklerhauses Cushman & Wakefield würden - gemessen am gesamten Transaktionsvolumen - Share Deals rund 60% ausmachen - mit steigender Tendenz. Lohnend sind solche Deals angesichts hoher Nebenkosten nach Expertenmeinungen aber erst ab einer Summe von 30 Mio. Euro. Offenbar haben die Share Deals die Steigerung bei den Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer aber nicht behindert, wie nun der Bericht des Bundesfinanzministeriums belegt. Das mag auch daran liegen, dass eine Reihe von Ländern den Grunderwerbsteuersatz in den vergangenen beiden Jahren angehoben haben. Aktuell will ihn Thüringen zum 1. Januar 2017 von 5% auf 6,5% erhöhen.

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