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Märkte | 29.12.2016

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
  • Immobilienart:
    Wohnen

Fehlendes Personal gefährdet Konjunktur am Bau

Pixabay
Der Wohnungsbau verhilft der Bauindustrie zu Auslastung und steigenden Umsätzen.

Pixabay

Der Bauindustrie geht's gut. Das wird auch 2017 so sein. Ihr Verband rechnet mit weiterem Wachstum, dank Wohnungsnachfrage und öffentlicher Investitionen. Sorgen bereitet jedoch das Personal.

Wegen der florierenden Bauproduktion wollen die Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern im kommenden Jahr etwa 10.000 Leute einstellen. Allmählich stößt der Beschäftigungsaufbau an seine Grenzen.

Die Personalreserven seien aufgebraucht, stellt der Branchenverband fest. Die Zahl der arbeitslosen Kräfte sinkt, die der in den Ruhestand gehenden Mitarbeiter steigt. Mit Lehrlingen allein ist die Rentnerlücke nicht zu füllen. Der Fachkräftemangel sei "das größte Konjunkturrisiko für die eigene wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten", schreibt der Verband in einer Vorausschau auf 2017.

Den Engpass überbrückt die Branche weiterhin mit ausländischem Personal. Die Betriebe werben entweder Mitarbeiter direkt an oder greifen bei Kapazitätsengpässen auf Subunternehmen zurück. Bevorzugte Länder sind Portugal und Spanien sowie Polen. Der Anteil ausländischer Kräfte am Bau liegt bei 13%, 2008 betrug die Quote 8%.

Wohnungsbedarf wird auch 2017 nicht gestillt

Im nächsten Jahr soll sich der konjunkturelle Wachstumskurs fortsetzen. Die Umsätze werden voraussichtlich um etwa 6% zulegen und damit mindestens das 2016er-Niveau halten. Der Wohnungsbau gibt mit einem erwarteten Plus von 8% den Takt vor. Die angepeilten 320.000 neuen Wohnungen könnten aber den vom Bauministerium und der Baubranche ermittelten Bedarf (400.000) nicht decken.

Beim öffentlichen Bau, der von Schulen über Straßen bis zur Kanalisation reicht, geht der Verband von einem Umsatzplus von 5% aus, etwas mehr als 2016. Weil die Unternehmen sich bei ihren Investitionen bremsen, wird der Wirtschaftsbau im neuen Jahr voraussichtlich ausgebremst. Infrastrukturausgaben der Bahn und Logistik verhindern eine harte Landung. Die Wachstumsprognose steht auf 2%, nach 3% in diesem Jahr.

Am 10. Januar stellt der Hauptverband der deutschen Bauindustrie die Jahresprognose 2017 offiziell vor.

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