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Märkte | 13.12.2016

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    JLL
  • Personen:
    Frank Pörschke, Helge Scheunemann
  • Immobilienart:
    Einzelhandel, Büro, Hotel & Gastronomie, Logistik

JLL: 2017 bleibt alles gut

Trotz oder vielleicht sogar wegen der vielen politischen Ungewissheiten in vielen Ländern wird sich der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt auch im kommenden Jahr als begehrtes Investorenziel behaupten.

Frank Pörschke, Deutschlandchef von JLL, wagt die Prognose: "Das historisch nie dagewesene Interesse an Immobilien wird sich höchstwahrscheinlich fortsetzen, und das in allen Assetklassen. Es spricht einiges dafür, dass die guten Zeiten noch anhalten."

Daher würden wohl auch im kommenden Jahr die Renditen für Gewerbeimmobilien unter Druck bleiben. Das Transaktionsvolumen im Gewerbesegment veranschlagt Pörschke für 2017 auf 45 Mrd. bis 50 Mrd. Euro. Damit bliebe der Umsatz auf der Höhe des zu Ende gehenden Jahres 2016, den JLL auf 48 Mrd. Euro ansetzt. Das entspricht einem Minus von 13% gegenüber 2015, was aber ausschließlich dem Mangel an Verkaufsangeboten zuzuschreiben sei. Rund 45% des 2016er Umsatzes wurde durch ausländische Investoren bewegt.

Logistik: Läuft

Am Bürovermietungsmarkt der wichtigsten Städte Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Hamburg und Stuttgart hat zum Jahresende 2016 die durchschnittliche Leerstandsquote mit 5,9% den niedrigsten Wert seit 2002 erreicht. Spitzen- und Durchschnittsmieten legten um je 4% zu.

Während der Einzelhandelsvermietungsmarkt schwächelte, konnte die Logistik hier einen neuen Höchstwert verbuchen. Steigende Durchschnittsmieten erwartet JLL-Chefresearcher Helge Scheunemann in diesem Segment durch das Heranrücken der Warenumschlagszentren an die Städte. Die höheren Grundstückspreise dort würden sich auch auf die Mieten niederschlagen. Im kommenden Jahr soll die Durchschnittsmiete am deutschen Logistikmarkt um 2% anziehen, allerdings bei leicht sinkenden Umsätzen (6 Mio. qm nach 6,5 Mio. qm 2016).

Leichte Skepsis gegenüber dem Einzelhandelssegment

In den sieben Bürohochburgen rechnet Scheunemann 2017 mit einem weiteren Absinken der mittleren Leerstandsrate auf 5,7%. Auch bei den Mieten sei mit weiteren Zuwächsen zu rechnen, wenn auch nur um 2%; die Spitzenrenditen für Büros gehen nächstes Jahr um weitere 15 Basispunkte zurück. "Die Unternehmen bleiben anmietungswillig, allerdings werden kürzere Vertragslaufzeiten nachgefragt." Statt einer Bindung über zehn Jahre würden Laufzeiten von sieben, acht Jahren gefordert.

Skeptischer gibt sich Scheunemann in Sachen Handelsimmobilien. Hier rechnet er mit mehr Leerstand, seltener werdendem Mietpreiswachstum und eine Veränderung auf der Nachfragerseite: "Gastronomie und Lebensmittel lösen Textil als Hauptnachfrager ab." Weitere Renditerückgänge sind JLL zufolge nicht einmal in den begehrten Ia-Lagen zu erwarten.

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