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Recht | 29.03.2016

Von Brigitte Mallmann-Bansa

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Immowelt AG
  • Organisationen:
    Bundesgerichtshof (BGH)
  • Immobilienart:
    Wohnen

Fast jede fünfte Nebenkostenabrechnung sorgt für Ärger

Knapp ein Fünftel der Mieter ärgert sich über die Nebenkostenabrechnung, will eine Studie herausgefunden haben. Bild: Pavel Losevsky/Fotolia.com
Knapp ein Fünftel der Mieter ärgert sich über die Nebenkostenabrechnung, will eine Studie herausgefunden haben.

Bild: Pavel Losevsky/Fotolia.com

Knapp jeder fünfte Mieter (oder 19% der Umfrageteilnehmer) hat mit seinem Vermieter bereits über die Abrechnung der Nebenkosten gestritten. Das ist das Ergebnis der Studie "Wohnen und Leben 2016", die das Immobilienportal immowelt in Auftrag gegeben hatte.

Die gute Nachricht für Vermieter: Von den restlichen 81% der Umfrageteilnehmer sagten gut drei Viertel (76%), dass bei ihnen bisher alles stets ohne Schwierigkeiten verlief. Die restlichen 5% werfen gleich gar keinen Blick auf ihre Abrechnung. Für die laut immowelt repräsentative Studie wurden im Februar dieses Jahres 1.000 Personen über 18 Jahre befragt.

Falsch gerechnet und falsch abgelesen

Für den Ärger zwischen Vermieter und Mieter über die Nebenkosten gibt es offenbar vier Hauptgründe. Den ersten Platz belegen mit 29% Rechenfehler und falsche Angaben in der Abrechnung. Jeweils nur knapp dahinter liegen das falsche Ablesen von Verbrauchszählern bei Heizung und Wasser (26%) sowie die Tatsache, dass sich auf der Abrechnung Posten fanden, die da nicht hingehören (24%). 21% der Befragten haderten damit, dass die Nebenkostenberechnung zu spät oder überhaupt nicht kam.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Sogenannte Besserverdiener monierten mit einen Anteil vom 27% unter den Unzufriedenen häufiger als Normal- und Geringverdiener Abrechnungsfehler des Vermieters. Eine Definition der verschiedenen Einkommensgruppen liefert immowelt allerdings nicht.

Erleichterungen für Vermieter

Zuletzt hatte sich der Bundesgerichtshof (BGH) immer wieder mit der Abrechnung von Nebenkosten in Mietverhältnissen befassen müssen. In mehreren Urteilen hatten die BGH-Richter sich dabei auf die Seite der Vermieter gestellt.

So befanden sie, dass für eine formell richtige Abrechnung nicht jeder Rechenschritt in der Abrechnung aufgeführt sein muss. Zudem legten sie fest, dass eine im Mietvertrag festgeschriebene Abrechnungsfrist keine Ausschlussfrist ist und eine Abrechnung gültig sein kann, obwohl Verbräuche falsch verteilt wurden.

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